Institut | Zur Geschichte des Instituts | Der Gründungsvorstand des Instituts für Psychotherapie Stuttgart von 1948

Wilhelm Bitter, Prof. Dr. med. et Dr. phil.,
Psychiater und Psychoanalytiker, geb. 1893, gest. 1974 in Stuttgart

Tätigkeit als Kaufmann, Studium der Wirtschaftswissenschaften, Medizinische und psychotherapeutische Ausbildung am Berliner Institut, Lehranalyse bei Felix Böhm, Jungsche Lehranalyse, 1943 Auswanderung in die Schweiz.
"Es war ein glücklicher Umstand, daß sich in dieser Situation der Nervenarzt Dr. D. Bitter, bisher Blonay bei Vevey (Schweiz), entschloß, der hiesigen Arbeitsgruppe seine organisatorischen und wissenschaftlichen Erfahrungen zur Verfügung zu stellen und den Gedanken der Institutsgründung tatkräftig aufzunehmen"
(Felix Schottlaender, Psyche 1948, S. 622).

Hermann Gundert, Dr. med.,
Psychiater und Psychoanalytiker, geb. 1894, gest. 1964 in Stuttgart.Medizinstudium, Staatsexamen und neurologisch-psychiatrische Facharztausbildung.
"Er ging nach Wien, in die Berggasse und begann in den Mittwoch-Seminaren Sigmund Freuds seine psychoanalytische Ausbildung. Die Namen der Wiener Psychoanalytiker mögen heute fremd sein, nachdem fast die gesamte psychoanalytische Literatur 1933 verbrannt wurde. In der übrigen Welt bedeuten die damaligen Kollegen Freuds, Redlich, Pappenheim und Hirschmann der Gunderts Lehranalytiker war, den mühsamen Anfangsweg der Psychoanalyse" (...) "In Beibehaltung der Wiener Gewohnheit trafen sich die in Stuttgart ansässigen wenigen Analytiker und einige psychoanalytisch interessierte Ärzte und Internisten regelmäßig mittwochs zu ihren kasuistischen Seminaren. Graber, Felix, Schottlaender, Fahrenkamp, der Internist und Sontheimer waren aus ihren Erfahrungen der Wiener Schule gewohnt, die notwendige, ständige Realkontrolle therapeutischen Handelns am diskutierten Fall beizubehalten. "(...)" Als Nachfolger seines früheren Lehrers Wetzel übernahm er die Stuttgarter Nervenklinik am Bürgerhospital.O (Aus der Gedenkrede von Tobias Brocher zur Ehrung von Dr. Hermann Gundert und Dr. Harald Henningsens am 16.6.1964).

Felix Schottlaender, Dr. phil.,
Psychoanalytiker, geb. 1892, gest. 1958 in Stuttgart.
Studium der Philosophie und Psychologie, Geschichte und Geographie, Promotion bei Hans Driesch. Lehranalyse bei Helene Deutsch und Eduard Bibring, in Wien.
"Im Zentrum seines Bemühens stand ihm immer der je einmalige und unvergleichliche Mensch, stand ihm die Frage: Warum muß dieser Mensch da leiden? und weiter: Wie kann ich ihm helfen? und schließlich - und diese Frage war ihm die dringlichste, hatte sein Bemühen Erfolg - : Warum habe ich geholfen? Was hilft? Was heilt überhaupt in der Psychotherapie?" (Ulrich Ehebald, Almanach 1959, S. 9).

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Hermann Gundert, Dr. med.
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Felix Schottlaender, Dr. phil.